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    Wenn furnier löst sich an stark gewölbten Kanten, liegt die Ursache selten am Leim allein, sondern fast immer an der fehlenden Vordehnung des Materials. Furnier ist ein dünnes Holzblatt mit einer ausgeprägten Faserrichtung; wird es trocken über eine Rundung gezogen, staucht sich die Innenseite der Faser und es entstehen Knicke, die sich später als Blasen oder Ablösungen zeigen. Die wirksamste Gegenmaßnahme ist daher, das Furnier vor dem Aufleimen weich und biegsam zu machen. Bewährt hat sich das Anfeuchten mit lauwarmem Wasser über ein Tuch oder das Einlegen in eine flache Schale für einige Minuten, bis das Blatt sich von selbst leicht krümmt. Anschließend lassen Sie es abtropfen und tupfen die Oberfläche trocken, damit kein freies Wasser unter den Leim gelangt. Alternativ können Sie das Furnier mit einem feuchten Tuch abdecken und kurz mit dem Bügeleisen auf niedriger Stufe erwärmen; die Wärme entspannt die Holzfasern zusätzlich.

    Für das eigentliche Anlegen an der Rundung gibt es zwei Techniken, die sich in der Praxis bewährt haben. Bei der ersten, dem sogenannten Einrollen, legen Sie das angefeuchtete Furnier mit der guten Seite nach unten auf eine weiche Unterlage und rollen es vorsichtig über eine Rundstange oder ein sauberes Rohr, bis es die Krümmung der Möbelkante von selbst annimmt. So wird die Faser gleichmäßig gedehnt, ohne zu brechen. Bei der zweiten Technik, dem Zuschneiden mit Übermaß, lassen Sie an beiden Seiten der Kante einige Millimeter Furnier überstehen und arbeiten von der Mitte zu den Rändern. Wichtig ist, dass Sie den Leim dünn und gleichmäßig auftragen und nach dem Auflegen mit einem Andrückwerkzeug oder einer Rolle vom Zentrum nach außen streichen, damit keine Luft eingeschlossen wird. Wenn furnier löst sich trotz sorgfältigen Arbeitens an einer besonders engen Rundung, hilft oft nur, den Radius zu vergrößern oder das Furnier in schmale Streifen zu schneiden und diese nebeneinander zu verlegen.

    Nach dem Trocknen kontrollieren Sie die Kante gründlich, bevor Sie schleifen oder ölen. http://www.welchen-bogen-kaufen.de ab: Klingt es hohl, hat sich der Leim nicht vollflächig verbunden, und furnier löst sich an dieser Stelle mit hoher Wahrscheinlichkeit bald erneut. In diesem Fall lohnt es sich, die Stelle mit einem scharfen Messer leicht zu öffnen, frischen Leim einzubringen und mit einer Zwinge oder einem Keil gegen eine formschlüssige Unterlage zu pressen. Achten Sie darauf, dass der Anpressdruck gleichmäßig über die gesamte Rundung wirkt und das Furnier nicht verrutscht. Bei stark saugenden Holzarten kann ein zweiter, dünner Leimauftrag nach dem ersten Abbinden helfen, die Haftung zu verbessern. Wer diese Schritte geduldig einhält, erhält dauerhaft glatte Kanten, an denen sich das Furnier auch nach längerer Nutzung nicht ablöst.